Elektra
Elektra

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Mehr DetailsMykene wird von einem Mörderpaar regiert: Elektra kennt nach der Ermordung ihres Vaters Agamemnon durch Klytämnestra und Ägisth nur einen Gedanken – Rache! In seinem klanggewaltigen Einakter zeichnet Richard Strauss mit feiner Polyphonie das Psychogramm einer traumatisierten Frau. Regie-Newcomerin Elena Artisi durchdringt mit scharfem Blick gemeinsam mit Chefdirigent Vassilis Christopoulos diesen hochdramatischen Meilenstein der Opernliteratur.
Elektra ist besessen: Ihr ganzes Sein kreist um den Mord an ihrem Vater Agamemnon, den ihre eigene Mutter Klytämnestra gemeinsam mit Ägisth nach seiner Heimkehr aus dem Trojanischen Krieg erschlagen hatte. Aus dieser Tat wächst in Elektra der alles beherrschende Wunsch nach Vergeltung. Als ihr Bruder Orest aus dem Exil zurückkehrt, nimmt das Schicksal unaufhaltsam seinen Lauf.
Die tragische Familiengeschichte Elektras zählt zu den packendsten Stoffen der griechischen Mythologie. Im Umfeld der entstehenden Psychoanalyse schuf Hugo von Hofmannsthal eine moderne Tragödie, deren archaische Wucht Richard Strauss in expressive Klangwelten von neuartiger Intensität überführte. Er treibt die Tonalität an ihre Grenzen und verdichtet die »psychische Polyphonie«, die er bereits in Salome angelegt hatte.
Regisseurin Elena Artisi erzählt das Werk als kraftvolle Studie traumatisierter Frauen, die der Spirale von Gewalt und Gegengewalt und dem erdrückenden Schweigen darüber nicht entkommen können. Mit der Zuspitzung der Ereignisse scheint allerdings auch eine Befreiung aus der toxischen Familienstruktur möglich.
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