La Bohème
La Bohème

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Mehr DetailsZwei Komponisten, ein Stoff – und ein musikalisches Duell, das Operngeschichte schrieb: Als Giacomo Puccini und Ruggero Leoncavallo fast zeitgleich Murgers Bohème. Szenen aus dem Pariser Leben vertonten, triumphierte am Ende Puccinis Version. Doch Leoncavallos La Bohème bleibt ein zu Unrecht vergessenes Kleinod. Höchste Zeit, diese ≫andere Bohème≪ neben ihrer bekannten Schwester unter der Musikalischen Leitung der jungen italienischen Dirigentin Daniela Musca neu zu entdecken!…
Der literaturaffine Leoncavallo erkannte das musikdramatische Potential von Murgers witzigen und geistreichen Episoden und entwarf ein Libretto, das er Puccini zur Vertonung anbot. Doch dieser lehnte ab. Als Leoncavallo ein Jahr später selbst damit begonnen hatte, seinen Text in Musik zu setzen, erfuhr er, dass sein Konkurrent und Kollege ebenfalls eine Bohème in Arbeit hatte. Dass Puccini sein Werk – mit zunächst mäßigem Erfolg – als Erster der Öffentlichkeit präsentierte, verhinderte, dass Leoncavallos fesselndes Klanggemälde, das hart zwischen Humor und Tragik wechselt und die Kulissenhaftigkeit der vorgeführten Lebenslust betont, langfristig ins Repertoire aufgenommen wurde.
Mit seinen lebensnahen, stark an der literarischen Vorlage orientierten Figuren ist dem Komponisten des Bajazzo eine deutlich veristischere Charakterisierung der exzessiven, aber auch harten Lebensumstände des Pariser Künstlermilieus gelungen, und so offenbart die ≫unbekannte Bohème≪ eine berührende Alternative zum populären Klassiker, die den Vergleich mit dem Konkurrenten nicht zu scheuen braucht.
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